The Third Floor
Eine künstlerische
Untersuchung zu den Räumen
des Instituts für Kunst im Kontext

Katharina von Hagenow

 

„The Third Floor“ ist eine mehrteilige Arbeit in Form eines Buches, einem Audiostück mit dem Titel „Ort der Handlung“ und einer 45-minütigen Filmaufnahme zur Frage der Performativität der Räume in welchem wir studieren und arbeiten.

Ausgangssituation der Arbeit ist ein wachsender Unmut über die räumliche Situation des Instituts für Kunst im Kontext (IfKiK) in der dritten Etage des Einsteinufers 43-53.
In der Betrachtung einer Fotografie vom Haus des Modellversuch Künstlerweiterbildung (aus dem 1982 die Kulturpädagogische Arbeitsstelle für Weiterbildung und 1998 das Institut für Kunst im Kontext hervorging) und im Nachklang der Aussage „der Modellversuch war ganz wesentlich ein Haus“1, stellt sich mir die Frage nach der Form meines Studiums am IfKiK.
Das Institut ist ein abstrakter Denkraum. Ich denke hier weniger an ein Bauwerk, als an ein Gedankenkonstrukt, weniger an ein Haus als einen Text.
Das Problem der Räume des Instituts liegt darin, dass sie das künstlerische Arbeiten – jenseits des Denkens, Sprechens und Schreibens darüber – in den Hintergrund treten lassen. Der unmittelbare räumliche, also körperlich erfahrbare Kontext lässt der Kunst wenig Raum. Aus dieser Erkenntnis wird in der vorliegenden Arbeit das Schreiben zur künstlerischen Praxis, der Text zum Material, welches die Form der künstlerischen Arbeit verhandelt.

Art in Context (Kunst im Kontext), Universität der Künste Berlin (UdK Berlin), Rundgang 2018
Fotografie der Seite 13 von: Roloff, Ulrich (Hg.), Künstler und Kulturarbeit. Modellversuch Künstlerweiterbildung 1976-1981, Berlin, 1981. Abgebildete Fotografie: Klaus Mantze.
Art in Context (Kunst im Kontext), Universität der Künste Berlin (UdK Berlin), Rundgang 2018
Fotografie des Modells vom Gebäude Einsteinufer 43-53. Quelle: UdK-Archiv.

Katharina von Hagenow
ist bildende Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Das Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste Berlin, schloss sie 2014 als Meisterschülerin von Frau Prof. Christiane Möbus ab. 2010-2011 studierte sie an der Bezalel Academy of Art and Design, Jerusalem. Sie war unter anderem beteiligt an Ausstellungen im Haus am Lützowplatz, Haus am Kleistpark und im Heiligkreuzhof in Wien. Als kuratorische Assistenz war sie zuletzt im Tieranatomischen Theater des Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik der Humboldt-Universität zu Berlin tätig.

Betreut von Claudia Hummel