Free the Fußballkäfig
Ortstransformation in fünf partizipativen Stationen

Moritz Gramming

 

„Free the Fußballkäfig“ ist ein Format für künstlerisch-edukative Intervention im öffentlichen Raum. Austragungsort sind dabei – Fußballkäfige. Mit einem Team aus Künstler*innen und weiteren Akteur*innen werden dort Workshops, Spiele und Bewegungsübungen angeboten. Es gibt fünf Stationen, denen jeweils unterschiedliche Objekte zugeordnet sind; z.B. zwei Campingliegen, eine Biertischgarnitur oder der neonrote Bock. Diese eingebrachten, zum Teil alltäglichen Objekte, helfen beim Verhandeln von gesellschaftlich relevanten Themen wie Arbeit, Freizeit und Gesundheit, die mit Kindern und Jugendlichen erarbeitet werden. Ziel dieser Aktionen ist ein alternatives Spiel- und Freizeitangebot zu etablieren. Längerfristig sollen unterschiedliche Standorte in Berlin und darüber hinaus erreicht werden. Zielgruppe sind die ortsansässigen jungen Menschen. Die Ansprache dieser Zielgruppe soll zukünftig auch an Jugendeinrichtungen mit angeschlossenen Fußballkäfigen erfolgen. Die Aktion steht dabei in der Tradition der pädagogischen Spielplatzbetreuung.

Im Zuge der Masterarbeit wurden 2018 zwei Test-Interventionen durchgeführt: Eine war eine ganztägige Intervention in einem öffentlichen Fußballkäfig (Nahe S-Bahnhof Yorckstraße) während die andere ins Schulcurriculum eingebettet war (90 Minuten, Sportplatz der Sophie-Scholl-Oberschule in Berlin-Schöneberg).

Art in Context (Kunst im Kontext), Universität der Künste Berlin (UdK Berlin), Rundgang 2019

Art in Context (Kunst im Kontext), Universität der Künste Berlin (UdK Berlin), Rundgang 2019

Art in Context (Kunst im Kontext), Universität der Künste Berlin (UdK Berlin), Rundgang 2019

Art in Context (Kunst im Kontext), Universität der Künste Berlin (UdK Berlin), Rundgang 2019

Moritz Gramming
geb. 1987 in Berlin. Ausgangspunkt seiner künstlerischen Arbeit ist die Interaktion zwischen Menschen und Objekten. Bei diesen Begegnungen interessiert ihn der Einfluss der Eingriffe, bzw. die Reaktionen und Entwicklungen solcher Prozesse, was auch edukativ zu verstehen ist. Die bildhauerischen Ideen formten sich vor allem während des Studiums der Freien Kunst an der HBK-Braunschweig zwischen 2008 – 2014. Am Institut für Kunst im Kontext kristallisierten sich partizipative Arbeit und öffentlicher Raum zum Schwerpunkt.

Betreut von Kristina Leko